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BEAT-COV Endorses Initiative of the German Government for EUR 300 Million Funding Program for Late-Stage COVID-19 Therapies (in German Only)

BEAT-COV begrüßt Initiative des Bundes für 300 Millionen Euro Förderprogramm für versorgungsnahe COVID-19-Medikamente

  • BEAT-COV (Biotech Emergency Alliance for Therapies against COVID-19) Initiative wurde 2020 von den Biotechunternehmen AiCuris, Atriva, Immunic und InflaRx ins Leben gerufen 
  • BEAT-COV forderte frühzeitig staatliche Unterstützung in Höhe von 500 bis 750 Millionen Euro für die Förderung der Entwicklung und Verfügbarmachung von COVID-19-Medikamenten

Deutschland, 17. Mai 2021 – Das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) und das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) hatten am 12. Mai bekanntgegeben, die Entwicklung und Herstellung von versorgungsnahen Arzneimitteln gegen COVID-19 mit 300 Millionen Euro zu unterstützen. Damit sollen Zulassungsstudien, Produktionsaufbau und Vorbereitung des Markteintritts für Medikamente zur Behandlung von Patienten mit COVID-19 gefördert werden, die sich bereits in späten Phasen der klinischen Entwicklung befinden.

Die BEAT-COV-Initiative begrüßt die Entscheidung der Bundesregierung, nun auch die Entwicklung und den Produktionsausbau der am weitesten fortgeschrittenen COVID-19-Medikamentenkandidaten zu fördern. Nach Ansicht von BEAT-COV bleibt es sehr wahrscheinlich, dass COVID-19 weiterhin zu Erkrankungen und gegebenenfalls schweren Verläufen führen wird, denn nicht alle Menschen können oder wollen sich impfen lassen. Außerdem können Virusmutationen zu einer geringeren Schutzwirkung der Impfstoffe führen. Daher bleiben Medikamente eine wichtige Säule in der Pandemiebekämpfung, um Patienten schnell zu helfen, schwere Verläufe zu verhindern und Folgeschäden an Lunge, Herz und anderen Organen zu vermeiden. Für COVID-19-Erkrankungen ist es wichtig, verschiedene Medikamente mit verschiedenen Angriffspunkten zu haben, um sowohl Patienten in der Frühphase der Erkrankung als auch in akuten lebensgefährlichen Phasen sowie in der Rehabilitationsphase helfen zu können. Mit dem jetzigen Förderprogramm der Bundesregierung sollen unterschiedliche Medikamentenentwicklungen, die sich in der Spätphase der Entwicklung befinden, gefördert werden, um genau dieses Ziel zu erreichen.

Prof. Dr. med. Niels C. Riedemann, CEO und Gründer der InflaRx GmbH in Jena, kommentierte: „Wir von BEAT-COV begrüßen ausdrücklich, dass sich die Regierung nun für ein Förderprogramm versorgungsnaher Medikamentenkandidaten entschieden hat. Trotz des sichtbar werdenden Impferfolges in Deutschland bleibt COVID-19 eine lebensbedrohliche Erkrankung, mit dem Potential zusätzlichen Schaden durch Mutationen anzurichten. Es erkranken weiterhin Menschen weltweit schwer an diesem Virus, auch hier in Europa, und diese Menschen brauchen Hilfe. Es macht daher Sinn, dem Thema „Förderung der Medikamentenentwicklung“ einen bedeutenden Platz einzuräumen.“

„Wir freuen uns, dass die Bundesregierung nun handelt und die Spätphase der Entwicklung von dringend benötigten Medikamenten gegen COVID-19 substanziell mit Fördermitteln unterstützt“, ergänzte Dr. Daniel Vitt, CEO und Mit-Gründer der Immunic AG in Gräfelfing. „Antivirale Medikamente werden insbesondere auch dringend benötigt, um auf mögliche Hochrisiko-Mutationen vorbereitet zu sein, für die kein Impfschutz vorhanden ist.“

„Wir sind mit unserer kürzlich gestarteten Phase II-Studie bereits in das im Januar aufgelegte Förderprogramms über 50 Millionen Euro aufgenommen worden. Sobald uns die Studiendaten vorliegen, würden wir die kostenintensivere Zulassungsstudie vorbereiten. Für kleine Biotech-Unternehmen ist die Finanzierung eine große Herausforderung. Deshalb freuen wir uns, dass nun ein Rahmen für eine mögliche Anschlussfinanzierung gesetzt ist, auch mit einem speziellen Fokus auf den rechtzeitigen Aufbau von versorgungsrelevanten Produktionskapazitäten“, erklärte Dr. Rainer Lichtenberger, CEO der Atriva GmbH in Tübingen.

Dr. Holger Zimmermann, CEO der AiCuris Anti-infective Cures GmbH in Wuppertal, ergänzte: „Für die Zukunft sind neue Medikamente ein wichtiger Bestandteil einer generellen Pandemievorsorge, um gegen neu auftretende Viren gerüstet zu sein und schnell agieren zu können. Deshalb haben wir unser PREP – Pandemic and Resistance Emergency Preparedness – Programm ins Leben gerufen. Wir sollten diesen Aspekt ernst nehmen, und aus der jetzigen Pandemie lernen. Daher ist die ins Leben gerufene Förderung der Bundesregierung ein wichtiger Schritt und sollte auch in Richtung der Pandemic Preparedness genutzt werden.”

Weitere Informationen sowie die Richtlinie zur Förderung der klinischen Entwicklung von versorgungsnahen COVID-19-Arzneimitteln und deren Herstellungskapazitäten sowie Ansprechpersonen finden Sie auf der Website des BMBF.

Über BEAT-COV

Die Biotech Emergency Alliance for Therapies against COVID-19 (BEAT-COV) ist ein Zusammenschluss von vier deutschen, mittelständischen Biotechnologieunternehmen mit erfolgversprechenden COVID-19-Therapieansätzen in späten Phasen der klinischen Entwicklung. Die Initiative fordert von der Politik klare Entscheidungen zur Förderung therapeutischer Maßnahmen zugunsten von COVID-19-Patienten. Die Entwicklung von Therapien verlangt große, kostenintensive Zulassungsstudien und eine teure Vorproduktion der Wirkstoffe. Daher fordert BEAT-COV eine signifikante Förderung zur Finanzierung von erfolgversprechenden Therapieoptionen, um späte Phasen der klinischen Entwicklung gezielt zu fördern und die Produktion, Zulassung und Markteinführung zu unterstützen. BEAT-COV wurde im Herbst 2020 von AiCuris Anti-infective Cures GmbH, Atriva Therapeutics GmbH, Immunic AG und InflaRx GmbH gegründet. 

Weitere Informationen erhalten Sie unter www.beat-cov.de.

Über AiCuris Anti-infective Cures GmbH

AiCuris wurde 2006 als Spin-Off der Bayer AG gegründet und konzentriert sich auf die Erforschung und Entwicklung von Wirkstoffen gegen Infektionskrankheiten. Hauptinvestoren des Unternehmens sind die Dres. Strüngmann. Mit PREVYMIS™ (Letermovir) wurde ein “First-in-Class“ nicht-nukleosidischer Cytomegalovirus (CMV)-Inhibitor entwickelt, der seine Wirkung über einen neuartigen Wirkmechanismus entfaltet. Er wurde im Jahre 2012 an MSD auslizensiert und hat in der EU, den USA, Japan und in anderen Teilen der Welt die Marktzulassung zur Prävention von CMV-Infektionen bei erwachsenen Empfängern einer allogenen hämatopoetischen Stammzelltransplantation (HSCT) erhalten. Das Unternehmen entwickelt weitere Medikamente gegen Viren wie das Herpes-simplex-Virus (HSV), das Hepatitis-B-Virus (HBV) und Adenoviren. Im Bereich antibakterieller Wirkstoffe konzentriert AiCuris sich auf die Erforschung innovativer Behandlungsmöglichkeiten gegen lebensbedrohliche (multi‑) resistente Krankenhauserreger. Im November 2018 wurden Dr. Holger Zimmermann, CEO von AiCuris, und Prof. Dr. Helga Rübsamen-Schaeff, Gründungs-CEO, für die Entwicklung von Letermovir und ihr Projekt „Schutz bei fehlendem Immunsystem – die lebensrettende Innovation gegen gefährliche Viren” mit dem Deutschen Zukunftspreis 2018 ausgezeichnet.

Weitere Informationen zum Unternehmen finden Sie unter www.aicuris.com
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Über Atriva Therapeutics GmbH

Atriva Therapeutics ist ein biopharmazeutisches Unternehmen, das die Entwicklung neuer antiviraler Therapien gegen schwere Virusinfektionen der Atemwege, wie COVID-19 und Influenza, zum Ziel hat. Das 2015 gegründete Unternehmen wurde von einem Team führender Virologen und erfahrenen Branchenexperten aufgebaut und forscht in Indikationen mit hohem ungedecktem medizinischem Bedarf. Atriva konzentriert sich auf die Entwicklung einer Therapieplattform für neuartige Wirkstoffe, die darauf abzielen, eine Vermehrung von Viren zu hemmen, indem sie einen zellulären Faktor, der für die Virusreplikation von wesentlicher Bedeutung ist, blockieren und das Immunsystem modulieren. Das Lead-Produkt ATR-002 ist der erste Vertreter dieser neuen Wirkstoffklasse und befindet sich in klinischer Entwicklung; eine Phase I-Studie zur Bewertung der Sicherheit und Verträglichkeit wurde bereits erfolgreich abgeschlossen. Eine erste klinische Phase II-Studie zur Wirksamkeit bei COVID-19 läuft derzeit; eine weitere Phase II ist in Vorbereitung, sowie eine Phase II-Studie bei Influenza, geplant für Ende 2021. Atriva besitzt elf Patentfamilien, die umfassenden, internationalen Patentschutz zur Verwendung von MEK-Inhibitoren und anderen Kinase-Inhibitoren für antivirale Therapien gewähren und bis 2041 gelten. Atriva Therapeutics GmbH ist in Tübingen und Frankfurt am Main ansässig. 

Für weitere Informationen besuchen Sie bitte www.atriva-therapeutics.com und folgen Sie uns bei LinkedIn und Twitter.

Über Immunic AG
Immunic (Nasdaq: IMUX) ist ein biopharmazeutisches Unternehmen, das über eine Pipeline von selektiven, oral verfügbaren Immunologie-Therapien zur Behandlung chronischer Entzündungs- und Autoimmunerkrankungen verfügt. Immunic entwickelt drei Small Molecule-Produkte: Das am weitesten fortgeschrittene Entwicklungsprogramm, IMU-838, ist ein selektiver Immunmodulator, der den intrazellulären Stoffwechsel von aktivierten Immunzellen hemmt, indem er das Enzym DHODH blockiert und der eine Wirtszell-basierte antivirale Wirkung zeigt. IMU-838 wird derzeit als Behandlungsoption für Multiple Sklerose, Colitis Ulcerosa, Morbus Crohn, COVID-19 sowie primär sklerosierende Cholangitis entwickelt. IMU-935, ein selektiver inverser Agonist des Transkriptionsfaktors RORγt, soll zur Behandlung von Schuppenflechte und Guillain-Barré-Syndrom entwickelt werden. IMU-856, das auf die Wiederherstellung der intestinalen Barrierefunktion abzielt, soll gegen Krankheiten entwickelt werden, die mit einer Dysfunktion der Darmbarriere einhergehen. Für weitere Informationen besuchen Sie bitte: www.imux.com.

Über InflaRx GmbH

InflaRx (Nasdaq: IFRX) ist ein biopharmazeutisches Unternehmen, das eine eigene Antikörpertechnologie (Vilobelimab, auch IFX-1) entwickelt hat, welche den menschlichen Komplementfaktor C5a in seiner biologischen Wirkung hoch effektiv und selektiv blockiert, um unkontrollierte schwere und lebensbedrohliche Entzündungserkrankungen zu behandeln. C5a ist Teil des Immunsystems und wirkt im Menschen als Verstärker einer großen Bandbreite von Entzündungs­prozessen. Diese Verstärkung kann die eigenen Gewebe angreifen und zum Organschaden führen. Neben anderen Indikationen steht der Einsatz von Vilobelimab zur Behandlung von durch COVID-19 ausgelöster viraler Sepsis und dem damit verbundenen Organversagen im Fokus der klinischen Entwicklung. 2020 wurde eine globale Phase II/III-Studie mit 360 Patienten begonnen, für die Ende 2021 Daten erwartet werden. InflaRx wurde 2007 in Jena gegründet und hat weitere Standorte in München sowie in Ann Arbor, MI, USA. 

Für weitere Informationen besuchen Sie bitte www.inflarx.com.

Medienanfragen
MC Services AG
Katja Arnold, Andreas Jungfer, Eva Bauer
Telefon: +49-89-210228-0
beat-cov@mc-services.eu

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